Mach es wie das Herz

Immer mal wieder passiert es: Ich verzettle mich zwischen Müssen und Wollen und Sollen (ja, auch Yogalehrerinnen... ;)). Irgendwo im Dschungel meiner Ansprüche an mich selbst und den Erwartungen anderer geht mir die Achtsamkeit verloren und es wird eng. Der Handlungsspielraum scheint auf Streichholzschachtelgröße zusammenzuschrumpfen und mein Kopf fragt atemlos: Wie soll ich das alles schaffen? Wie soll ich es allen recht machen?

 

Was ich dann am dringendsten brauche, genau jetzt, wenn die To-Do-Liste so lange geworden ist, dass ich eigentlich überaupt keine Zeit für eine Pause auf dem Meditationskissen habe, ist.... ein Pause auf meinem Meditationskissen.

 

Innehalten. Dem Stress wenigstens zehn Minuten abringen. (Ja, das geht!) Denn wenn ich meinem Atem fünf Minuten gelauscht habe, dann komme ich auch wieder in Kontakt mit meiner inneren Weisheit, die sich ganz sicher ist, dass ich es nicht allen recht machen kann und es auch nicht muss. Dann erinnere ich mich an das einprägsame Bild, das mein Lehrer uns einmal mitgegeben hat:

 

"Macht es wie das Herz. Es versorgt sich zuerst selbst mit Blut - und dann den restlichen Körper. Anders kann es nicht funktionieren. Hat es selbst zu wenig, kann es nichts weitergeben." Aha, aja: Es erst mir selber recht machen, dann hinspüren, was ich geben kann und möchte. Ja, ich mach es wie das Herz.

 

Ein anderer weiser Mensch hat es einmal so ausgedrückt: "Dein Mantra für die nächsten Wochen lautet: Nein, muss ich nicht."

 

 

Foto: segovax/pixelio.de

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