Mein Atem, meine gute Freundin

Mit einem großen Rucksack voller Energie, Freude und Inspiration bin ich von meiner füntägigen Fortbildung heimgekommen. Fünf Tage lang Lernen & Üben mit meinem wunderbaren Lehrer Günter Niessen. Fünf Tage in denen alle Aufmerksamkeit auf ein Thema gerichtet war: den Atem.

 

Im Yoga - so wie ich es verstehe - gehen wir davon aus, dass wir so, wie wir jetzt gerade sind, völlig in Ordnung sind. Und seit dieser Woche weiß ich ganz bestimmt: unser Atem ist es auch. Unser Atem ist unser Freund, unser Verbündeter. Er begleitet uns von der Geburt bis zu unserem Tod. Er ist immer, immer für uns da.

 

Bevor wir also mit großem Bemühen versuchen, "richtig" zu atmen und uns in avancierten Techniken zu üben - sollten wir unserem Atem, so wie er jetzt ist, einmal aufmerksam zuhören. Unseren treuesten Freund überhaupt erst einmal kennenlernen. Ihm die Tür weit aufmachen anstatt ihn zu reglementieren. (Denn wissen wir es wirklich besser als unser Körper - dieses ausgeklügelte, fein abgestimmte Wunder?)

 

Wer sich seines natürlichen Atems bewusst wird, kann schon jetzt, heute von seiner Kraft profitieren. Denn der Atem verbindet unseren Körper mit unserem Geist. Und wenn wir ihn sanft erkunden und liebevoll vertiefen, wenn wir Freundschaft mit ihm schließen - dann kann er uns im richtigen Moment mit frischer Energie versorgen, uns neue Lebenskraft schenken, ein Anker in stürmischen Zeiten sein, die Gedankenwellen beruhigen, uns aufatmen lassen.

 

Und jetzt:

 

Tief einatmen.

Tief ausatmen.

 

Gut, oder?

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